Begriffe

Begriffe ohne Anschauung sind leer.
Emanuel Kant

   Leider werden wir in unserer Schulbildung immer mehr auf das Denken in Begriffen dressiert. Die richtige Verwendung der Begriffe wird getestet durch Abfragen nach Erklärungen aus dem Lexikon, dem Computer oder dem Internet. Es interessiert dabei nicht, ob unsere Anschauung dabei inhaltvoller ist, als jene, die das Lexikon, der Computer oder das Internet davon haben.
   Aber d
ie Begriffe werden erst belebt durch unsere Gedankliche Verknüpfung mit Ereignissen in der Realität des uns umgebenden Universums - unserer Welt -, sonst bleiben sie realitätsferne Worthülsen, wie der Film Matrix. So faszinierend der Film sein mag, so existiert er doch nur in der Realität unserer Phantasie, hat aber nichts zu tun mit der Realität des Universums.
  
So liebevoll man auch den Duft einer Rose beschreiben mag, bleibt es doch eine leeres Wortgeflecht, wenn man noch nie den Duft einer Rose selbst einmal eingeatmet hat.
  
Diese Erklärung geht über den “Begriff” an sich hinaus. Aber ich versuche den Unterschied der Realität des uns umgebenden Universums, die auch ohne den Menschen unverändert existiert, und der Realität unseres Denkens deutlich zu machen. In der Realität des Denkens können wir nur mühsam versuchen, die vom Menschen unabhängige Realität zu erfassen.
  
Dabei kann man Begriffe verwenden, die sich auf die uns umgebende Realität beziehen, oder welche die sich auf etwas Virtuelles beziehen. Je ausladender die Wortkonstruktionen sind, mit denen Sachverhalte erklärt werden sollen, je fester sie irgendwelche Rahmenbedingungen einhalten, um so mehr scheinen sie mir nur von virtuellen Vorstellungen zu berichten, als von Ereignissen aus der uns umgebenden Realität.