Werdegang

 

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Schon früh versuchte ich Durchblick zu erlangen und prüfte welche Instrumente geeignet sein könnten.

 

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In der Schule schüttelte ich anfangs zur Physik vieles aus dem Ärmel, während ich mit anderen Fachbereichen die Lehrer eher zur Verzweiflung brachte.

 

 

Dann kam ein Kurs über die Spezielle Relativitätstheorie SRT Einsteins. Meine Faszination fand keine Grenzen, aber die Faszination des Lehrers an mir. Bei der schriftlichen Arbeit hatte ich mich verzettelt, so daß es sicherlich keine 1 war, aber das Ergebnis war aus meiner Sicht vergleichbar mit anderen und obwohl es nur Einsen und Zweien gab, erhielt ich eine 3. Mein Versuch dem Lehrer beizubringen, daß man den Sagnaceffekt nicht nur außerhalb eines rotierenden Systems feststellen, sondern auch im System selbst messen können muß, wurde dann auch mit einer 5 als Abschlußnote belohnt. (Für Leser aus anderen Regionen: Die 1 war die beste, die 6 die Schlechteste Note)

p003Schon damals war der Michelson-Gale-Versuch bekannt (beschrieben in [5] siehe Anhang Buchbeschreibung), dessen positiver Effekt dem Sagnaceffekt entspricht. Aber wie kann man das einem Lehrer erklären, der dogmatisch an die Allgemeingültigkeit der SRT glaubt. Und heute ist es im Zeitalter des Global Positioning Systems GPS selbstverständlich, daß man bei der Synchronisation der auf der Erde ruhenden Uhren den Sagnaceffekt berücksichtigt.

Damals fühlte ich mich, verglichen mit dem Sportregeln “vom Platz gestellt” und konnte die Physik nur noch von außen betrachten. Das zweigleisige Denken: 1. Wie ich die Welt verstand und 2. Wie die Lehrer versuchten das Denken der Schüler zu dressieren, fiel mir zunehmend schwerer.

Am Ende der Schulzeit stand die Frage: Physik studieren oder nicht? Ein Gespräch mit einem Physikprofessor endete mit den Worten: Studieren Sie ruhig Physik, dann werden Sie schon erkennen, daß Sie unrecht haben. Nun, ich wollte nicht Psychologie studieren, um mich selbst zu erkennen. Mir war die Erkenntnis der uns umgebenden Realität zu klar und einleuchtend logisch um davon völlig abweichen zu können. Was ich brauchte wäre jemand gewesen, der sich ernsthaft mit meinen Gedanken auseinandergesetzt hätte, um den Punkt zu finden, an dem sich die Logik meiner Gedanken von der der Schulphysik unterscheidet. Sollte ich tatsächlich unrecht haben, wäre der Wunsch Physik zu studieren, wie der Wunsch als Gewichtheber Karriere zu machen, wenn man keine 50kg heben kann und in seiner Gewichtsklasse mindestens 300kg heben können müßte, um konkurrenzfähig zu sein.

Nein, das Physikstudium war vom Tisch! Nun wollte ich verstehen, warum meine Art zu denken so anders war. Ich studierte nicht Psychologie um mich selbst besser zu verstehen, mich kannte ich ja. Ich wollte die anderen verstehen lernen, also studierte ich Medizin.

Wie bei vielen Studiengängen mußte ich auch beim Medizinstudium ein Praktikum für Physik machen. Einer der Versuche was der Interferenzversuch mit der Lichtbrechung am Gitter. Was man bei Laserlicht besonders schön bekommt sind schmale umschriebene Maxima. Aber was ist dazwischen? Wo sind die Übergänge, wo die Minima? Dieser Versuch verstärkte aufs neue meine Vorstellung vom Licht, daß die Lichtphotonen keine Welleneigenschaften haben. Zumindest keine solchen wie die Welleneigenschaften der Wasserwellen.

Egal - Ich fing jedenfalls wieder an verstärkt über die SRT nachzudenken. Eines Nachts wurde ich plötzlich schweißgebadet wach, wie aus einem Alptraum und in meinem Kopf schwankten die Gleichzeitigkeitsebenen wie Balkenwaagen beim Transport. Ich war überwältigt, wie von dem was folgt, wenn man Sekunden vor Mittag ein Geschäft für Kuckucksuhren  betritt. Mir ist klar geworden, daß die Lorentztransformationen ein in sich geschlossenes System bilden, das, egal wie intensiv man sucht, zu keinen logischen Widersprüchen führt. Wenn Uhrengang und Längenkontraktion den Lorentztransformationen entsprechen, kann man mit Licht und idealen Uhren keine widersprüchliche Messung machen, egal unter welchen Bedingungen man mißt.

Das läßt aber keinen Schluß darauf zu, ob es eine bevorzugte Beobachterposition gibt oder nicht. Ich vermeide hier ausdrücklich den Ausdruck “bevorzugtes Ruhesystem”, weil dies einen “absoluten” Bezugspunkt suggeriert, den es nicht gibt. Es kann ein Ruhesystem in Bezug auf die Lichtbewegung geben, auch wenn man das nicht feststellen kann, allein mit idealen Uhren, die sich linear oder beschleunigt bewegen und durch Licht miteinander verbunden sind. Eine meßbare Differenz könnte man nur feststellen, wenn Längenkontraktion und Uhrengang nicht den Lorentztransformationen entsprechen würden. Allein das wiederum würde nicht bedeuten, daß es ein Ruhesystem für die Lichtbewegung gäbe.

Genug der Theorie. Die Idee als solche ließ mir keine Ruhe mehr. Immer wieder versuchte ich Kontakt zu Physikern zu finden. Und immer vorsichtiger wurde ich, bevor ich sagte worauf ich hinaus wollte, denn bis auf wenige Ausnahmen endeten die Kontakte abrupt sobald ich meine Ideen vortragen wollte. Aber auch die Ausnahmen ließen sich bisher nicht zu irgendwelchen Kommentaren zu meinen Ideen bewegen.

Wie glücklich war ich, als ich meinen Vortrag vor der Deutschen Physikalischen Gesellschaft DPG halten durfte und wie herb enttäuscht war ich, als ich feststellen mußte, daß auch die Physik nur von Menschen betrieben wird. Ernste Kritik an den eigenen Vorstellungen, kommt selten vor und dann nur in der Vergangenheit: “Früher habe ich mich ja geirrt, aber heute weiß ich es besser”. Aber wenn man früher nach bestem Wissen und Gewissen Entschieden hat und die Überzeugungen waren falsch, warum sollte es heute anders sein, nur daß man die Fehler noch nicht kennt?

Sicherlich ist es schwer sich immer wieder mit Menschen auseinander zu setzen, die glauben einen Fehler in der Speziellen Relativitätstheorie entdeckt zu haben. Auch Ich bin beim Lesen solcher Artikel bisher immer nur zu dem Schluß gekommen, daß die Autoren die Spezielle Relativitätstheorie nicht richtig verstanden haben. Manchmal wird das Zwillingsparadoxon so verschnörkelt dargestellt, daß man es zunächst nicht erkennt. Aber ein Schäferzug beim Schach bleibt im Prinzip dasselbe, auch wenn er erst nach 8 Zügen zum Matt führt, weil man noch ein paar andere Züge macht. Das Zwillingsparadoxon ist kein Widerspruch. Und auch Beschleunigte Versuche mit mehreren Uhren sind keine, auch wenn sie paradox erscheinen. Bis heute wurde keine Beobachtung gemacht, die der Geometrie der Lorentztransformationen widersprechen würde. Ich glaube auch nicht, daß das geschehen  wird. Die Frage aber, ob die Lichtgeschwindigkeit einen Absolutheitsanspruch hat oder nur relativ ist, wie Zeit und Raum, läßt sich damit nicht beantworten.

Ein Professor für Theoretische Physik antwortete mir einmal auf die Frage warum er sich nicht mit meinen Ideen auseinandersetzen wolle, daß es keine Widersprüche zum jetzigen Verständnis der SRT gäbe, alles ließe sich mit ihr erklären und darum gäbe es auch keinen Grund sich mit anderen Vorstellungen auseinanderzusetzen. Ich glaube die Suche nach so seltsamen Dingen wie dunkler Materie oder die Fly-by-Anomalie sind jetzt doch Gründe dafür. Auch die dogmatischen Relativisten sollten bereit sein die Augen zu öffnen für eine Relativierung der Relativitätstheorie.p004

 

 

 

 

Bis ich Kontakt zu einem solchen finden sollte, sitze ich hier und genieße Mosel und Wein. Vielleicht haben Sie ja daran Interesse.